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Remember.

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Der Youth in Mission Congress ist vorbei. Jetzt bleibt uns nur noch, uns zu erinnern. Wenn ich auf den Kongress zurückschaue, gehen mir viele Dinge durch den Kopf, die ich schreiben möchte – und vielleicht tue ich das auch irgendwann mal. Aber gerade wünschte ich, ich hätte die Erlaubnis die Namen und Geschichten der Jugendlichen mit euch zu teilen, die mir geholfen haben, Jesus auf eine neue Art zu sehen.

Da ist z.B. das junge Mädchen, das für ihren Glauben in einer Familie, in der sie die einzige Christin ist, einsteht; oder die kleine Gruppe, die seit Jahren dafür betet, dass Gott sie verwenden kann, um mehr Jugendliche in ihre Gemeinde zu führen.

Es ist leicht, für Gott „aufzustehen“, wenn jeder um einen herum dasselbe tut. Es ist leicht, beim YiM mit hunderten anderer Christen zu singen. Aber es ist nicht leicht, dann zu singen, wenn der graue Alltag uns gefangen nimmt und keine Menschen um uns herum sind, die für uns beten und uns ermutigen „uns zu erinnern“. Es ist nicht leicht, wenn deine Gemeinde tot zu sein scheint und du die einzige Person in der Jugendgruppe bist.

Manchmal scheint Jesus leben in unserer persönlichen Situation eine unüberwindbare Herausforderung. Manchmal glauben wir, dass es andere Menschen, andere Freunde oder Gemeinden viel leichter haben.
Und wir wünschen uns, dass sie nur wüssten, wie sehr wir kämpfen, wie schwer es für uns ist, in der Gemeinde zu bleiben...

Wie schwer es ist für uns ist, zu glauben.

Genau in diesen Momenten ist das Motto des diesjährigen Youth in Mission besonders wichtig. Es reicht nicht, an einem Kongress teilzunehmen, neue Menschen kennenzulernen und ein schönes Wochenende zu haben.

Es ist eine Herausforderung.

Die echte Herausforderung kommt, wenn wir das, was wir gelernt haben, versuchen daheim in unserem Leben auszuleben. Die Herausforderung „nicht zu vergessen“.

Die Herausforderung ist sich zu „erinnern.“

Ich weiß, es gibt Dinge, mit denen ich am letzten Wochenende gekämpft habe (Sollte ich eines Tages mutig genug sein, dann werde ich darüber schreiben). Aber jetzt, nur einige Tage nach dem YiM, werde ich beim Lernen neuer Vokabeln, beim Putzen und Arbeiten im Haus, daran erinnert, dass das „echte“ Leben wieder einsetzt und dass ich trotzdem nicht vergessen möchte.

Ich möchte mich erinnern.

Ich möchte mich daran erinnern, was Gott durch und für mich getan hat, was er mich gelehrt hat und bei welchen Herausforderungen er mir geholfen hat.

Und all denen von euch, die sich davor fürchten, wieder daheim zu sein. Allen Herzen, die sich während des Kongresses einsam gefühlt haben und nun von der normalen Routine des Alltags eingeholt werden.

All denen, deren Leben so voll ist, dass sie keine Zeit für etwas anderes haben.
All den Jugendgruppen, die schon so lange beten, ohne eine Antwort gefunden zu haben.

All denjenigen, die immer noch nach Gott suchen, obwohl sie in ihrer Umgebung die einzigen sind....
Mich selbst...

Möchte ich die Verheißung aus Josua 1,9 mitgeben.
„Ich sage dir: Sei stark und mutig! Hab keine Angst und verzweifle nicht. Denn ich, der Herr, dein Gott, bin bei dir, wohin du auch gehst.“

Remember.

Geschrieben von Edwin am Mittwoch, 04 April 2018.
Geposted in YiMC 2018